Mittwoch, 7. Oktober 2015

FlyNiki und Airberlin und EU261. Der lange Weg zum Geld...

Seit unserer Reise nach Sardinien in 2014 streiteten wir mit FlyNiki bzw. Airberlin um die Ausgleichszahlung nach EU261. 
Kurz zur Wiederholung. Gebucht am 12.9.14 über expedia.de für 27.9.14 OLB-VIE 13:50-15:30. Wir wurden am 25.9.14 informiert, dass der Flug von AirBerlin/Niki verschoben wurde auf 19:35. Keine andere Option war möglich. Auskunft am Flughafen Streik in Italien. Ankunft dann am Samstag 27.9.15 mit Öffnen der Türen 21:15 in Wien.
Es gab einen angekündigten Streik der Fluglotsen für den 27.9.14. Bekannt war das laut Internet mind. seit 10.9.14, also sogar noch vor unserem Buchungsdatum. Der Streik wurde aber abgesagt, bzw. von der Regierung nicht erlaubt und daher verschoben.
Persönlich hatten wir nach unzähligen Mails nur erreicht, dass wir einen 500 € Gutschein anrechenbar auf eine AB/HG Reise innerhalb eines Jahres bekommen könnten. Wir haben dann über unsere Anwältin aus Wien Kontakt zu Flyniki aufgenommen. Dort stellte man sich weiterhin auf den Standpunkt, dass es Streik war bzw. angekündigter Streik ausreicht als "außergewöhnliche Umstände" und sie mit unserer Umbuchung alle "zumutbare Maßnahmen" ergriffen hätten. Auf unser Argument der frühen Absage wurde nicht eingegangen. Wir haben dann die Prozesskostenablöse (200€) der Rechtsschutzversicherung abgelehnt und auf eine Klage bestanden. Diese wurde auch eingebracht und innerhalb der Frist wurden von FlyNiki außergerichtlich 400€ in bar angeboten. Schlussendlich haben wir diese 400 Euro angenommen und haben die Klage zurückgezogen. Wir hätten 5xx (2x250 + Zinsen) bekommen können, aber das Risiko war vorhanden, dass wir ohne nach Hause gehen oder in die zweite Instanz müssen, um Recht zu bekommen. Die Kosten für die Anwältin bezahlt die Rechtsschutzversicherung nun bzw. wir mit unserem Jahresbeitrag.
Ich hatte echt gute Lust das von einem Richter klären zu lassen, aber am Ende muss ich sagen, wir hielten es für vernünftiger die 400€ zu nehmen. Spatz in der Hand und Taube auf dem Dach. Und nach fast einem Jahr ist diese Episode nun vorbei.

Grüße

Dienstag, 16. Juni 2015

Wien nach Zürich

Nach einem tollen kulinarischem Wochenende in Wien war es Montagabend an der Zeit für die Rückreise in die Schweiz. Mit dem acht UHr Flieger von OS ging es zurück nach Zürich.
Diesmal bin ich mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren. Ich war kurz verlockt mir ein DriveNow zu nehmen, habe mich dann aber aus Kostengründen für die billige Alternative mit dem ÖV entschieden.
Tüte Salzgebäck und Wein auf dem Weg von Wien nach Zürich mit Austrian Airlines
Austrian Airlines Snack
Ankunft am Flughafen und direkt weiter zur Sicherheitskontrolle. Danach wusste ich erstmal nicht wohin. Ich hatte noch fast 20 Minuten bis zum Boarding und früher wäre ich jetzt einfach in die Lounge gegangen. Heute ohne FTL wäre das nur noch zu einem Preis von 35 Euro möglich und ganz ehrlich, das ist es nicht wert. Also einmal ab durch das Duty Free Paradies und die Zeit am Gate totgeschlagen. 
Der Flug war sehr schön, besonders da wir die noch die letzten Sonnenstrahlen hatten und ich einen tollen Blick auf Wien nehmen konnte. Später dann super Sicht auf den Bodensee und zur Feier des Tage gab es heute Wein im Flieger. Ich trinke sonst echt sehr selten an Bord, aber heute hatte ich einfach Lust dazu.
Ankunft in Zürich dann am Gate und in kurzer Zeit war ich schon in der S-Bahn nach Hause. So geht ein tolles verlängertes Wochenende in Wien zu Ende und der Alltag startet wieder ab morgen.

Grüße

Sonntag, 14. Juni 2015

Frühstück im Kussmaul Wien

Nach unserer Ankunft in der Innenstadt entschieden wir uns für ein zweites Frühstück bzw. einen kleinen Brunch. Unsere Wahl fiel auf das Kussmaul am Spittelberg. Zu unserer Zeit in Wien hatten wir es leider nur einmal ins Bistro geschafft, aber weder zum hoch gelobtem Frühstück und auch nicht zum Dinner.
Butter, braunes Butterei, Entenwürstel, Beinschinken, Gervais mit Kresse, Käse, Gurken, Hibiskussalz, Mostsenf, Hausbrot
Frühstück Anastasia Hobelmann
Hausgemachtes Joghurt, Frischkäse, Avocado-Bananensalat, Basilikum, Spinat, Sellerie-Pfeffersalz, Rohkost, Stundenei, Peperonata, Hummus, Hausbrot
Frühstück Flora Baumscheer
Wir bekamen einen Platz auf der verglasten Veranda. Man sitzt zwar sehr eng, besonders wenn man wie wir noch Handgepäck vom Flug dabei hat, aber trotzdem sehr gemütlich. Ich bestellte mir ein "anastasia hobelmann" Frühstück mit Entenwurst und einem Butterei, sowie verschiedenen Käsesorten, zusätzlich noch Beinschinken und Gervais (Käse) mit Kresse. Klang nach einer spannenden Kombination und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Die Würstchen von der Ente waren sehr intensiv im Geschmack und mir ging es dabei ähnlich wie mit Gänseleber. Ich mag den Geschmack sehr gerne, aber ich brauche davon nicht viel. Zwei, drei Kabeln Gänseleber reichen mir und hier hätte es auch ein Würstchen getan. Insgesamt ein tolles Gericht mit viel verschiedenen Geschmacksrichtungen und ich würde es jederzeit wieder bestellen. Meine Partnerin war mit ihrem "flora baumscheer" auch sehr zufrieden:


Schmeckte so gut wie es klang. Ein toller Auftakt für ein schönes Wien Wochenende.

Grüße

Samstag, 13. Juni 2015

Zürich nach Wien

Nach unserem Wochenendtrip nach München war es mal wieder an der Zeit nach Wien zu fliegen. Gebucht hatten wir schon sehr früh und so kamen wir für gut 120 Franken in unsere alte Heimat. Beide Flüge war mit Austrian. Samstags früh morgen hin und für mich Montagabend zurück und meine Partnerin bis Dienstag.
Snack auf dem Flug von Zürich nach Wien bei Austrian Airlines
Austrian Airlines Snack
Nur mit Handgepäck machten wir uns auf den Weg zum Flughafen in Zürich. Immer wieder toll, wenn man kaum 20 Minuten aus der Stadt zum Airport braucht. Check-in bzw. Drop-off gab es dadurch auch keinen und wir sind gleich Richtung Sicherheitskontrolle. Wenig los und kurz danach noch schnell ein paar Gastgeschenke für unsere Freunde eingepackt. Wenn man schon gratis übernachten darf, dann sollte man doch eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen.
Der Flug mit Austrian war ohne weitere Vorkommnisse und ich habe nur ein kleines Foto vom Snack mitgebracht. Ein weiter Flug in Richtung meines Zieles für dieses Jahr: 150 Flüge soll der Zähler am Ende zeigen.
In Wien gönnten wir uns ein Car2Go für unsere Fahrt in die Stadt und so waren wir auch in annehmbarer Zeit in der Innenstadt.

Grüße

Sonntag, 24. Mai 2015

Réservé Review 5: Nooba

Gestern waren wir für ein Dinner im Nooba in Zürich mit unserem Réservé Buch. Der wohl letzte Asiate in unserem Buch. Wir waren bereits im Blue Monkey, Cha Cha und Nagasui.
Tiger Bier aus Singapur im Nooba
Tiger Beer
Das Nooba befindet sich am Kreuzplatz fünf in Zürich. Von außen sieht es sehr nett, aber auch gleich etwas hektisch aus. Innen befindet sich eine offene Küche und die Mehrzahl der Tische sind große Holztische für etwa 8-10 Personen. Wir hatten Glück und bekamen einen der weniger 2er Tische. Die Einrichtung ist modern stylisch und passt gut zum Konzept.
Vier leider leicht verbrannte Gyoza als Vorpseise im Nooba
Gyoza mit Wasabi Dip
Zuerst bestellte ich mir ein Tiger Bier und schmöckerte in der Karte. Das Nooba bietet allerlei Gerichte bunt durch die asiatische Küche mit einem Fokus auf Nudel- und Wokgerichten dazwischen einige Currys. Das Nooba selbst beschreibt seine Küche als pan asiatisch. Wir entschieden uns für Gyoza und Dim Sum zur Vorspeise. Ich bestellte mir dann Korea Noodles und meine Begleitung Hoi Sin Duck.
Rindfleisch mit Nudeln und Gemüse im Nooba
Korea Noodles
Kurzer Zeit später erhielten wir auch gleich unsere Gyoza begleitet von etwas Karotte und einem Tupfen Wasabi in einer Schale. Die Gyoza haben uns sehr gut geschmeckt, nur leider außen etwas sehr geröstet an manchen Stellen. Mit dem Wasabi wussten wir nicht so recht was wir anfangen sollten. Wir haben dann eine Mischung aus Soja Sauce und dem Dip gemacht und darin unsere Gyoza gebadet. Auf unsere Dim Sum wurde wohl vergessen, denn kaum zehn Minuten später wurden bereits die Hauptgerichte serviert.
Gebratene Ente mit Gemüse und Reis im Nooba
Hoi Sin Duck
Meine Korea Nudeln war sehr gut. Das Rindfleisch kross und doch noch etwas rosa innen. Gut gewürzt und durch die frischen Kräuter oben auf gab es ein rundes Geschmackserlebnis. Die Ente meiner Begleitung war ebenfalls außergewöhnlich gut. Weder zu fett noch trocken, sondern zart schmelzend auf den Punkt. Ihr Gemüse war auch in Ordnung und der Reis war gut. Die Portion Reis war sehr groß und meine persönliche Meinung war, dass auch zur Ente Nudeln besser gepasst hätten. Ist aber wohl Geschmackssache. Überraschenderweise kamen nun unsere Dim Sum. Wir waren etwas erstaunt und überlegten kurz, ob wir sie noch wollten. Wir entschieden uns für die Dim Sum und sie waren auch noch warm. Mir haben sie gut geschmeckt, aber es waren sicher nicht die besten. Die Füllung war gut, dennoch haben mir die Dim Sum im Nagasui besser gemundet.
Dim Sum als Zusatz zur Hauptspeise da darauf vergessen wurde.
Dim Sum
Abschließend bestellten wir noch eine asiatische Version von Crème catalane mit Ananas. Sehr lecker und ein würdiger Abschluss.
Ananas creme catalane als Dessert und Abschluss im Nooba
Dessert
Insgesamt hat mir das Nooba sehr gut gefallen. Die Hauptspeisen waren wirklich sehr gut. Die Vorspeisen auch in Ordnung. Die leicht verbrannten Gyoza und die verspäteten Dim Sum haben das Bild etwas getrübt, aber dennoch bleibt das Nooba eine gute Wahl und ich würde es über dem Cha Cha einordnen. Der Service war freundlich, aber teilweise etwas überfordert bzw. vermittelte ein gestressten Eindruck, obwohl das Restaurant bei weitem noch nicht voll war. Die Sitzplätze außen war fast komplett leer und innen gab es auch noch freie Plätze. Mit besserem Service und keinem Maleur bei den Vorspeisen würde ich sagen, dass das Nooba auch das Nagasui schlagen kann, denn die Hauptspeisen waren schon verdammt gut. 
Ein weiterer gelungener Abend mit unserem Réservé Buch und ich bin schon neugierig auf den nächsten. Asiatische Küche ist wohl keine mehr übrig, aber es gibt auch noch viele weitere Optionen.

Grüße

Samstag, 16. Mai 2015

Réservé Review 4: Nagasui Zürich

Gestern haben wir wieder unser Réservé Buch genutzt und haben das Nagasui in Zürich ausprobiert. Nach dem Blue Monkey und dem Cha Cha ist das der dritte Asiate aus unserem Buch. Wie man merkt haben wir eine gewisse Vorliebe für die Küche Asiens. Das Nagasui bietet ebenfalls den Modus zwei Abende bis 20 Uhr und so hatten wir eine Reservierung für sieben Uhr.
Kleine Portion salzig scharfe Chips als Begleitung zu unseren asiatischen Cocktails
Chips zu unseren
Cocktails
Der Frühling ist in Zürich angekommen und da es ein warmer Abend war, entschieden wir uns für einen Platz auf der Terrasse. Das Ambiente innen kann ich daher nicht wirklich bewerten, aber es sah ganz schön aus. Auf der Terrasse standen nahmen wir an einem großen Tisch Platz und wurden sehr freundlich begrüßt. Wir entschieden uns für je einen Cocktail von der Karte. Ich hatte einen Caipirinha mit Ingwer und meine Begleitung einen fruchtigen Cocktail mit Prosecco. Beide sehr lecker. Wir teilten uns eine Portion Dim Sum als Vorspeise. Für die Hauptspeise bestellte meine Partnerin eine Tofu Gemüse mit Reis und ich nahm Rindfleisch gebraten, ebenfalls mit Reis.
Nach kurzer Zeit erhielten wir noch einige salzig scharfen Chips für unsere Cocktails und diese waren sehr lecker. Normalerweise würde ich sagen etwas zu salzig, aber zu unseren Cocktails eine tolle Sache. 
Vier kleine Dim Sum mit Soja Sauce als Vorspeise
Dim Sum
Eine kleine Wolke hatte es nicht gut mit uns gemeint und so fing es an zu nieseln. Wir rutschen ganz an das Ende unseres Tisches unterhalb des Gebäudes und waren so vom Regen verschont. Glück gehabt und nach etwa 5 Minuten war der Regen auch schon vorbei.
Unser netter Kellner brachte uns die Dim Sum. Auf dem Teller waren je zwei von zwei verschiedenen Sorten. Wir fanden die Dim Sum sehr lecker. Der Teig außen war nicht zu matschig und die Füllung innen gut gewürzt und abwechslungsreich. Toller Start für das Essen. Leider sind Dim Sum Portionen immer winzig. Ich hätte doch gerne ein oder zwei Weitere gegessen.
Tofu mit Spargel, Erbsen, Wasserkastanien.
Gemüse mit Tofu
Kurze Zeit später wurden die Hauptspeisen gebracht. Jeder erhielt einen Teller mit Reis und einen weiteren Teller mit dem bestelltem Gericht. Sah wirklich umwerfend aus. Toll angerichtet. Etwas Deko, aber nicht übertrieben, das Essen stand voll im Mittelpunkt. Das Tofu Gemüse meiner Partnerin sah aus wie man sich Frühling vorstellt. Es schmeckte auch so. Ganz frisch, ein wenig blumig und nach Garten und Natur. Das Tofu war ebenfalls vorzüglich. Es schmeckte weder zäh noch trocken oder nach Gummi. Mein Rindfleisch war auch sehr lecker. Es hatte einen kräftigen Geschmack nach Soya und Umami. Die Pilze und die Bambussprossen verstärkten die fleischigen Aromen. Der Reis dazu war von der Portion mehr als genug und qualitativ in Ordnung.
Rindfleisch mit Bambussprossen, Pilzen und Gemüse.
Rindfleisch mit Bambussprossen
Wir hatten ja nur einen kurzen Abend reserviert und daher nahmen wir anschließend keine Nachspeise, sondern bezahlten. Ich denke nicht, dass wir um acht Uhr aus dem Lokal hätten gehen müssen, aber wir beiden sehr satt und so entschieden wir uns für den Heimweg zu Fuß.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass das Nagasui ein tolles Lokal ist, mit sehr guten Speisen. Das Tofu Gemüse hat mich voll und ganz überzeugt und auch das Gericht mit Rindfleisch im Nagasui war auf einem Level mit dem Blue Monkey. Der Service war sehr freundlich und zuvorkommend. Wir fühlten uns wohl. Das Ambiente innen habe ich leider nicht gesehen, aber außen hat es mir gut gefallen. Etwas Großstadtflair durch die umliegenden hohen Gebäude der Börse und dann doch wieder Kleinstadt Zürich mit der Schanzengraben Promenade direkt vor der Tür. Ich persönlich würde das Nagasui deutlich über dem Cha Cha einordnen und etwa gleichwertig mit dem Blue Monkey. Das Nagasui mag etwas legerer sein als das Blue Monkey, aber die Qualität des Essens ist in der selben Liga. So geht ein weiterer schöner Abend mit dem Réservé Buch zu Ende und wir freuen uns schon auf den nächsten.

Grüße 

Dienstag, 5. Mai 2015

Tian München

Wir waren letztes Wochenende in München und dort haben wir das Tian München getestet. Das Tian in Wien haben wir leider bis heute nicht besucht, aber nun war die Chance auf ein spontanes Lunch im Ableger in München. Das Restaurant ist, wie in Wien, komplett vegetarisch und hat auch viele vegane Speisen zu bieten. Trotz oder gerade auch wegen dieser Besonderheit wurde das Tian Wien mit einem Michelin Stern gekürt.
Deko und hausgemachte Limonade im Tian München
Tisch Tian München
Ganz untypisch für uns hatten wir diesmal keine Reservierung, sondern haben unser Glück als Walk-in Gäste versucht. Wir wurden nett begrüßt und uns wurde ein schöner Tisch direkt am Fenster zu geteilt. Man sitzt etwas exponiert, aber hat auch einen Blick auf den Viktualienmarkt davor.
Wir entschieden uns für 3 Gänge zu einem sehr fairen Preis von 19 Euro. Zum Trinken entschieden wir uns für hausgemachte Limo und waren dann sehr gespannt auf unser komplett vegetarisches Essen.
Gartensalat und Rucola mit Radieschen
Kräutersalat mir Radischen
Zur Vorspeise hat wir beiden den Kräutersalat gewählt. Wir erhielten einen Teller voller Salat mit viel Radischen und leider etwas wenig Kräutern bzw. für meinen Geschmack zu alltäglichem Salat. Hier hätte ich mir mehr als nur Rucola und Gartensalat erwartet, auch wenn er geschmacklich einwandfrei war. Das Dressing war sehr gut und hatte die richtige Mischung aus Essig, Säure und etwas Süße. Ein schöner erster Gang, der trotzdem hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Nudeln mit Karotten und Gemüse im Tian München
Nudeln mit Gemüse
Kurz darauf wurden unsere Hauptgänge serviert. Ich hatte mich für ein Graupengericht mit Pilzen entschieden und meine Begleitung für Nudeln mit Karotten und Oliven. Beide Gerichten waren sehr gut.
Graupen mit Gemüse und Pilzen im Tian München
Graupen mit Pilzen
Meine Pilze hervorragend und auch die Graupen sehr lecker, aber das Essen meiner Begleitung hat mir noch besser geschmeckt. Die Karotten war scharf angebraten und hatten ein leicht karamellisiertes Aroma. Nudeln auf den Punkt und auch das restliche Gemüse sehr gut. Tolles Essen, keiner vermisst hier das Fleisch und trotzdem gab es Geschmack nach Umami Aroma zum Beispiel auch vom Parmesan.
Creme catalane mit Erdbeeren
Creme catalane mit Erdbeeren
Das Dessert anschließend war sehr ordentlich. Ich hatte eine dunkle Creme mit Mandeln und Ananas. Das zweite Dessert war ähnlich wie Creme catalane und war mit Erdbeeren dekoriert. Ebenfalls sehr gut und richtig tolle Erdbeeren.
Dunkle Creme mit Mandeln und Ananas im Tian München
Dunkle Creme
Insgesamt ein toller Lunch zu einem super Preis. Das Personal war sehr freundlich und auch hilfsbereit bei der Auswahl der Speisen. Es ist keine hochgestochene oder technische Küche, aber tolle Gericht, alles vegetarisch und lecker. Wir hätten uns vielleicht noch ein kleines Amouse bouche zu Beginn gewünscht, aber sonst bleibt nicht viel kritisch zu sagen. Wir würden jederzeit wieder hingehen oder das Restaurant auch mal am Abend für ein Menü besuchen.

Grüße aus München

Montag, 4. Mai 2015

Wochenendreise nach München

Im Februar hatten wir bei Swiss eine Reise nach München gebucht. Zu letzt hatte ich auf dieser Strecke den Bus getestet, aber für 100 CHF konnte ich nicht nein sagen für einen Flug von Zürich nach München. So stand uns ein Wochenende in München bevor mit Essen gehen und shoppen.
Wochenende in
München
Das war nun die erste Reise mit Swiss ohne meinen FTL. Check-in gab es keinen Unterschied, denn wir waren nur mit Handgepäck unterwegs. Die Lounge habe ich doch etwas vermisst, aber kein großer Verlust. Das saubere WC ist noch der größte Verlust. Wirklich merken werden ich meinen verlorenen FTL wohl erst, wenn mal etwas schief läuft oder ich gerne in der Lounge duschen würde.
Der Flug war ohne besondere Ereignisse. Boarding, Abheben, Getränke, Landen und mit dem Bus zum Terminal. Ab in die S-Bahn und auf nach München. In München waren wir dann viel shoppen und haben Familie besucht. Wir haben uns außerdem noch einen Ausflug ins Tian München gegönnt. Das Tian in Wien hat ja als vegetarisches Restaurant mit einem Michelin Stern doch einige Schlagzeilen erzeugt. In München gibt es noch keinen Stern, aber das Essen war sehr gut. Mehr gibt es hier in meinem Bericht. Sonst hatten wir kulinarisch noch einem Schnitzel bei der Familie, Sushi und waren im Horst im Museum Brandhorst
Die Rückreise war dann entsprechend wie die Hinreise ohne große Ereignisse und ohne FTL kann ich nicht mal mehr Bilder aus der Lounge posten. Werde also meinen FTL doch etwas vermissen... Immerhin steigt der Zähler meiner Flüge.

Grüße

Mittwoch, 25. März 2015

Réservé Review 3: Allegro

Nachdem wir mit unserem Réservé Buch nun zweimal asiatisch Essen waren (Blue Monkey und Cha Cha), war es dann Zeit für einen Italiener. Unsere Wahl fiel auf das Allegro in Zürich Wollishofen. Das Restaurant befindet sich in der Mutschellenstrasse 137 in einem dreistöckigen Gebäude. Von außen macht das Restaurant einen eher etwas unauffälligen Eindruck. Der Innenraum ist aber sehr schön und geschmackvoll eingerichtet. Etwas bunt durcheinander, aber für einen Italiener am Eck vollkommen in Ordnung.
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen unseren Tisch. Wir bestellten zwei Rosé Weine als Apéritif und studierten die Karte. Das Restaurant bietet neben Pizza und Pasta auch einige Fleisch und Fischgerichte. Die Karte ist nicht überladen und trotzdem bietet sie genug Auswahl. Wir entschieden uns für ein Carpaccio de Pulpo zur Vorspeise und anschließend für Pizza. Meine Begleitung wählte Gemüse und ich Rohschinken mit Mascarpone und Rucola.
Wir bekamen einen relativ großen Amuse-bouche bestehend aus Tomaten Bruschetta. Sehr lecker und eigentlich schon fast eine Vorspeise. Sehr nette Geste. 
Carpaccio de Pulpo als Vorpeise im Restaurant Allegro
Carpaccio de Pulpo
Unsere Vorspeise kam kurz danach und wir saßen vor einer riesigen Platte. Dünn aufgeschnittener Pulpo bedeckt mit einigen Zwiebelringen und etwas Öl. Wir waren überrascht ob der Größe der Portion, denn dazu wurden noch vier Stücke Pizzabrot gereicht. Für eine Person meiner Meinung nach als Vorspeise etwas zu groß. Der Pulpo war sehr lecker, die Zitrone brachte die nötige Säure, aber ein paar Blätter Rucola und etwas weniger Zwiebeln hätte mir noch besser gefallen. Alternativ vielleicht auch Petersilie und etwas Olive. Angepriesen auf der Karte war das Carpaccio auch mit Rucola. Die Vorspeise war trotzdem ein schöner Auftakt für unser Dinner. Allegro bietet übrigens auch zwei Abende bis 20 Uhr. Also zwei Dinner mit jeweils der billigeren Hauptspeise gratis.
Italienische Pizza mit Schinken, Rucola und Mascarpone
Pizza mit Rohschinken, Mascarpone
und Rucola
Für die Hauptspeise bestellten wir uns noch einen Rotwein. Die Auswahl an offenen Weinen ist etwas begrenzt und bietet gerade im Bereich Rotwein nur 4 Weine. Zwei aus Italien und je einer aus der Schweiz und Spanien. Die Weinkarte für Flaschenweine ist dafür sehr umfangreich und bietet auch einige Magnum Flaschen. Für einen geselligen Abend in großer Runde bestimmt eine tolle Sache.
Pizza mit Zucchini, Brokkoli und vielen weiteren Zutaten
Gemüse Pizza
Kurz nach dem Wein, traf dann auch unsere Pizza ein. Sah hervorragend aus und duftende herrlich. Meine Pizza mit Schinken, Mascarpone und Rucola hatte einen knusprigen Rand, der Boden war relativ dünn und der Belag sehr gut. Alles was man sich von einer Pizza erwartet. Die Pizza meiner Partnerin war auch sehr gut. Sie hatte sich ja für Gemüse entschieden und die Pizza war mit vielen eher groben Stücken belegt. Das Gemüse war dadurch nicht komplett verkocht. Insgesamt sehr tolle Pizzen.
Panna cotta mit Waldbeeren als Nachspeise im Allegro
Panna Cotta
Für die Nachspeise entschieden wir uns für ein Panna cotta mit Waldbeeren. Ich bestellte einen Espresso macchiato dazu. Das Bild kann nicht annähernd den Geschmack und das Aroma einfangen. Wirklich toll. Obwohl wir schon sehr voll waren, dank der großen Vorspeise und der leckeren Pizza, haben wir das ganze Dessert aufgegessen.
Der Service war sehr nett im Allegro. Das Personal war aufmerksam und sehr freundlich, aber nie aufdringlich. Wir hatten am Anfang kurz eine Diskussion, da wohl bei der Reservierung über das Réservé App verloren ging, dass es sich um eine Réservé Reservierung handelte, aber das war sehr schnell aus der Welt. 
Zusammengefasst ein toller Abend mit sehr leckerem italienischem Essen. Vorspeise sehr gut, leider nur ohne Rucola. Auf der Pizza war Rucola, also schätze ich nicht, dass er aus war. Vielleicht vergessen? Hauptspeise war super und Nachspeise ein Traum. Die offene Weinauswahl könnte man noch etwas verbessern, aber sonst fällt mir nicht viel ein. Das kleine Faux Pas mit dem Rucola, na ja und die Tischdecke aus Papier. Service tip-top und Preis-Leistung auch in Ordnung. Der Abend hat mit Trinkgeld 110 Franken gekostet. Erscheint viel, aber die 4 Gläser Wein waren alleine schon 30 Franken und ich finde für das gebotene Essen inklusive der großzügigen Portionen absolut angemessen. Ein toller Italiener.

Grüße 

Dienstag, 17. Februar 2015

Réservé Review 2: Cha Cha Zürich

Heute waren wir das zweite Mal mit unserem Réservé Buch beim Essen. Wir hatten uns für das Cha Cha Zürich entschieden. Das Konzept für Cha Cha stammt aus Deutschland und wurde von Migros in die Schweiz importiert. Mittlerweile sind über 7 Standorte in der Schweiz zu finden. Das Konzept soll ein Gegenstück zu Fast Food sein und der Name Cha Cha (Thailandisch für "Langsam, langsam") suggeriert, dass es sich hier um Slow Food handeln könnte. Thai Slow Food in Zürich? Richtig, dass macht keinen Sinn. Das Cha Cha ist und bleibt Systemgastronomie, auch wenn die Zutaten frisch sind und im Wok erst nach der Bestellung zu bereitet wird. Vapiano auf Thai quasi. Genug Theorie.
Das Cha Cha offeriert im Réservé Buch die Option ein ganzer Abend. Kurz zur Erinnerung, es gibt die zwei Modi und das jeweilige Restaurant legt diesen fest. Entweder zwei Abende bis 20 Uhr oder ein ganzer Abend und jeweils die zweite Hauptspeise aufs Haus. Wir hatten auf 19:30 reserviert und waren pünktlich in einem fast leeren Lokal in der Talstrasse 61 angekommen. Es waren maximal 6 Tische mit vielleicht 15 Personen insgesamt besetzt. Nach eigenen Angaben hat das Lokal Platz für mehr als 200 Gäste. Vermutlich läuft durch die Lage das Hauptgeschäft am Mittag und am Wochenende und nicht unter der Woche am Abend.
Wir wurden freundlich begrüßt und hat freie Auswahl für einen Tisch und entschieden uns für einen Tisch am Fenster. Die Karten wurden gereicht und wir entschieden uns zuerst für "Variationen von cha cha Complements" als gemeinsame Vorspeise. Meine Partnerin wählte das gelbe Gemüse Curry und ich nahm "Thai-Reisnudeln mit Pfeffer-Poulet" als Hauptspeise. Wir bestellten uns noch zwei hausgemachte Ice Teas, einmal Minze-Zitrone und einmal Drachenfrucht-Grapefruit-Minze. Beide waren sehr, sehr lecker und verdienen eine uneingeschränkte Empfehlung.
Variationen von cha cha Complements
Vorspeisen Variation im Cha Cha
Kurze Zeit später wurde bereits unsere Vorspeise serviert. Der gereichte Kürbis-Mango-Salat war sehr lecker, dem Gurkensalat fehlte irgendwie etwas, der Zucchetti-Minze-Chili-Salat mit Poulet war schön scharf und ebenfalls gut. Die kleine Wan Tan-Suppe besonders köstlich, aber leider nur einen sehr großen Wan Tan. Hier hätte ich es noch besser gefunden zwei kleine zu servieren. Die Vorspeise war alles in Allem sehr gelungen und ich würde sie wieder bestellen. 
Gelbes Gemüse Curry und Thai-Reisnudeln mit Pfeffer-Poulet im Cha Cha
Hauptgang Cha Cha Zürich
Nach einer weiteren Runde Ice Tea wurden unsere Hauptspeisen aufgetischt. Ich bin etwas hin und hergerissen. Meine Hauptspeise war schon lecker, aber viel zu wenig authentisch. Es schmeckte als wäre das Essen viel zu sehr für den europäischen Gaumen angepasst worden. Die Komponenten waren schon der asiatischen Küche zu zuordnen, aber der Geschmack war etwas fad fast schal. Nach Pfeffer schmeckte nur das Huhn, das Gemüse nach sehr wenig und die Nudeln hatten etwas Pfeffer angenommen. Mir fehlte die Schärfe, die Frische und dieses Mundgefühl, das ich sonst bei asiatischem Essen bekomme. Leichte Schärfe am Gaumen, die erst so richtig zur Geltung kommt, wenn man aufhört zu essen. Jeder Bissen mit unterschiedlichen, aber doch passenden Aromen und Konsistenzen. Verschiedene Geschmäcke auf einmal, die zusammen ein stimmiges Gedicht abgeben. Die Warnung auf der Homepage mit "für den europäischen Gaumen" ist ernst zu nehmen. Das Essen im Blue Monkey, auch wenn das sicher nicht 100% authentisch ist, war deutlich besser. Besser war auch das Curry meiner Begleitung. Es hatte zwar nicht die Klasse wie im Blue Monkey, war aber deutlich besser als meine Hauptspeise. Vielleicht hätte ich doch, wie ich es zuerst vorhatte, einen Thai Rindfleisch-Salat essen sollen. Schade, dass das Cha Cha keine zwei Abende anbietet, sonst hätte ich einen guten Grund für eine zweite Chance gehabt.
Der Service und das Ambiente haben mir so lala gefallen. Die großen Tische sind sicher mittags nett, wenn man mit Kollegen zum Lunch geht. Ausreichend Platz für alle an einem Tisch und kommunikativ. An unserem Abend waren sie alle verwaist und leer. Teilweise auch schon abgedunkelt. Insgesamt macht die Austattung und die Deko mehr als das Essen deutlich, dass es sich um ein Systemgastronomie Lokal handelt. Trifft leider auch nicht wirklich meinen Geschmack. Das Personal war nett und ausreichend zahlreich, aber trotz der schwachen Besucherzahl war die Aufmerksamkeit für die Gäste eher gering.
Ich finde insgesamt war der Besuch etwas trostlos, ja trostlos trifft das leere Lokal und meine Hauptspeise. Gut fand ich die Iced Teas und die Vorspeise. Preislich ist das Cha Cha in Ordnung. Ich denke für einen Lunch am Mittag aus dem Büro ist das Cha Cha eine gute Wahl, aber für ein Dinner unter der Woche nicht wirklich. Man fühlt sich etwas fehl am Platz und man könnte fast meinen man hält das Personal von seinem Feierabend ab. Die Öffnungszeiten sind bis 23 Uhr, aber wenn man schon um 20 Uhr nur kaum mehr als 10 Gäste hat, sperrt man mit Sicherheit früher zu.

Grüße